Der Lack muss ab …

Damit die Verputzer loslegen können, müssen wir vermutlich auch noch die Farbe von der alten Hauswand entfernen, da der Untergrund für Kalkputz nicht geeignet ist. Wir machen ein paar Vortests, wie das zu bewerkstelligen sein könnte.

Mit unserem schon leidgeprüften Bohrhammer und einem mehr oder weniger stumpfen Meißel schaffen wir die Testfläche von 10×10 cm² ungefähr in einer Minute. Mit etwas Übung geht es vielleicht etwas schneller.

Mit dem Diamant-Schleiftopf an der kleinen Flex geht es etwas schneller, der entstandene Staubnebel vertreibt uns aber sofort aus dem Anbau. Absolut nicht zu empfehlen.

Wir besorgen uns etwas Schlagkräftigeres, einen günstigen Bohrhammer mit 5 Joule Einzelschlagstärke (Worx WX333) und dazu die leicht angewinkelten Meißel, die auch zum Entfernen von Fliesen gerne genommen werden (brauchen wir später bestimmt auch noch). Damit geht es deutlich besser, der Quadratmeter sollte damit unter einer Stunde zu schaffen sein …

Macht in der Summe aber immer noch knapp 20 Stunden mühsame Meißelarbeit. Vielleicht hat der Verputzer noch eine bessere Idee …

Durchbruch zum Altbau II

Nachdem wir letzte Woche die Vorarbeiten geleistet und gestern die Schwelle gegossen haben, soll heute der erste Durchbruch komplettiert und als Provisorium die alte Balkontür in die entstandene Lücke eingesetzt werden.

Der Fensterrahmen läßt sich leider nicht heil aus dem Mauerwerk entfernen. Wir zersägen mit dem elektrischen Fuchsschwanz den Rahmen in handhabbare Teilstücke.

Da die alte Balkontür etwas schmaler als der Durchbruch ist, haben wir sie durch Leimholz aufgedoppelt. Das Gesamtkonstrukt passt sehr gut und nach sorgfältiger Justage ist die Tür drin. Wir haben das Gefühl dem Anbau dadurch ein deutliches Stück näher gekommen zu sein. Ein gutes Gefühl !

Wir feiern den erreichten Meilenstein gebührlich …

Beste Verhältnisse für ein paar Legs.

Altlasten

Bevor wir morgen den Durchbruch komplettieren müssen wir den Übergang zwischen Alt- und Neubau etwas aufpeppen. Dazu wollen wir den Übergangsbereich mit Estrichbeton (Fließestrich) auf das Niveau des Altbaufußbodens bringen. Was gibt es schöneres am Tag der Einheit …

Bei der Reinigung stoßen wir (leider wieder einmal) auf uns unbekannte Werkstoffe …

Unter dem Estrich in der alten Küche entdecken wir feinste Fasern, vermutlich lungengängig. Glaswolle oder schlimmeres …
Auch der alte Fliesenkleber wird von uns kritisch beäugt. Immerhin wurde zeitweise auch dem Fliesenkleber Asbest beigemengt.
Schnitt durch die Außenhaut des Altbaus.

Wir basteln eine Verschalung und füllen den Zwischenraum mit Fließestrich (Knauf FE 80 Allegro). Das Material verteilt sich wie erhofft sehr gut und bildet eine schöne glatte Schicht.

Foto vom Bereich unter dem linken Fenster. Hier haben wir nur den Estrich gegossen. Der Durchbruch erfolgt später.

Durchbruch zum Altbau I

Die zwei Fenster des Altbaus wollen wir später durch zwei Zimmertüren ersetzen. Da diese von uns noch nicht ausgewählt sind bereiten wir die Durchbrüche soweit wie möglich vor …

Diese beiden Fenster haben leider ausgedient.

Wir versuchen den Durchbruch so exakt wie möglich zu realisieren und arbeiten die ersten Zentimeter mit der Flex. Es gibt wohl nur wenige Werkzeuge die mehr Staub produzieren. Nach einigen Versuchen mit dem Bohrhammer stellen wir fest dass sich die Hochlochsteine sehr gut zerbröseln lassen und lassen die Flex beiseite …

Der Bereich unter dem zweiten Fenster geht uns schon viel leichter von der Hand …

Hinter den Hochlochsteinen taucht noch eine weitere dünne Wand aus einem uns unbekannten Material auf. Könnte Blähglas sein.
Das hat wohl Spaß gemacht !

Staubige Angelegenheiten …

Die Fenster sowie die Nebeneingangstür sind endlich fertig definiert und in Auftrag gegeben. Die Fertigung dauert ca. 6 Wochen, dann will der Tischler die Elemente bei uns einbauen. Damit nach dem Einbau nicht gleich alles mit einer feinen Schicht Staub überzogen wird machen wir uns an die Arbeit und versuchen noch alles zu erledigen was für Staub und Dreck sorgt.

  • Mauerdurchbrüche
  • Dosen und Schlitze für die Elektrik
  • Wasser- und Abwasseranschlüsse
  • Vorbereitungen für das Verputzen
Der Bauherr macht sich nochmal für alles bereit !

Hole in one

Lange haben wir diskutiert ob die geplante Dunstabzugshaube im Umluft- oder Abluftbetrieb laufen soll. Letztlich haben wir uns gedacht dass wir eine Öffnung für die Abluftlösung vorsehen. Für den Fall der Fälle.

Die meisten Dunstabzugshauben für Abluft haben einen Abluftkanal mit einem Durchmesser von 150 mm. Die Öffnung sollte also mindestens 150 mm, besser etwas größer sein. Damit eventuell entstehendes Kondensat nicht wieder in die Haube zurückläuft empfehlen die Hersteller ein leichtes Gefälle in Richtung Außenwand.

Um die Öffnung zu erstellen gibt es zwei verschiedene Ansätze.

  1. Einen Kreis der gewünschten Größe Anzeichnen und mit dem Betonbohrer einen Ring aus Bohrungen erstellen. Danach mit Meißel und/oder Flex den inneren Bereich entfernen.
  2. Einen Kernbohrer mit dem gewünschten Durchmesser verwenden.

Nach unseren Erfahrungen mit dem Betonbohrer im Kalksand-Stein (große Ausbrüche bei zu viel Druck) haben wir uns für die zweite Variante entschieden.

Heute haben wir dann die Kernbohrkrone angesetzt. Wir bohren mit 160 mm, da sollte alles durchpassen. Als Antrieb nehmen wir unsere altgediente Bosch PBH 2800 RE, nominell 720 W die sie wahrscheinlich inzwischen nicht mehr ganz erreicht. Eigentlich bei Bohrkronen dieser Größe viel zu schwach.

Die ersten 7 cm sind nach ca. 1 Stunde geschafft.

Während des Bohrens mit ca. 300 U/min und leichtem Druck wird die Maschine warm und fängt an komisch zu riechen. Wir ziehen die Maschine regelmäßig wieder aus dem Bohrloch und lassen sie ohne Last etwas schneller drehen damit die Kühlung in der Maschine funktioniert.

In regelmäßigen Abständen muss der innere Bereich mit Meißel und Flex herausgearbeitet werden damit der Kernbohrer weiter kann.

In der Mitte stoßen wir auf ein Stück Beton der von oben aus dem Ringanker in den Hohlraum des Steines geflossen ist. Der Vortrieb verlangsamt sich. Unser Respekt vor TRUDE steigt ganz erheblich. Der Kernbohrer wird auch schon stumpf. Brauchen wir noch einen zweiten ? Zeitweise stellen wir die Drehrichung der Bohrmaschine um um die noch etwas schärfere Rückseite der Zähne des Bohrkopfes zu nutzen. Dies klappt nur zum Teil da der Bohrkopf sich nach kurzer Zeit selbst von der Achse löst (Schraubgewinde). Nach 4,5 Stunden ist es dann endlich geschafft und die Öffnung ist da !

Der Bohrkern kommt als Erinnerungsstück in die Vitrine …
Die Öffnung deckt sich fast mit der Öffnung in der Dämmung, die die Zimmerleute für uns schon vorgesehen hatten.

Das Loch ist geschafft ! Hoffentlich stimmt unsere Küchenplanung, ansonsten müssen wir nochmal ran …

Stützen und Wände Erdgeschoss

Mit großen Schritten arbeiten wir am Südteil. Die letzten Tage haben wir die Ostmauer fertiggestellt, heute soll die im Süden liegende Mauer fertig werden. Zusätzlich haben wir eine der Stahlbetonstützen eingeschalt und gießen diese noch wenn die Zeit dafür ausreicht. So sah es noch vor ein paar Tagen aus …

Der Stand vom letzten Dienstag.

Nach dem Durchzählen der 6DF-Steine haben wir vorsichtig den Bedarf geschätzt und noch zwei Paletten bestellt. Die neuen Steine sehen etwas anders aus, haben jetzt auf der Oberseite trichterförmige Löcher die nicht mehr komplett durch den Stein gehen. Aber irgendetwas stimmt mit der Herstellung der Steine nicht, diese sehen teilweise etwas abgekaut aus …

Es scheint auch kein Transportschaden zu sein, in der verschweißten Verpackung finden sich keine Bruchstücke. Zum Glück sind noch genügend heile Steine vorhanden. Wie sich später herausstellt haben wir sogar eine Palette zu viel bestellt.

Im Souterrainbereich haben wir die Schalung immer mit Dübel und Schrauben fixiert was aber manchmal nicht so gut geklappt hat. Zudem scheinen manche Schrauben auch zu reißen. Jetzt haben wir es mit durchgehenden Löchern versucht in die wir die Gewindestangen stecken. Das gleiche Prinzip wie wir es auch schon bei den breiteren Stahlbetonteilen eingesetzt haben.

Auf diese Weise lassen sich die Schalbretter sehr gut und sicher fixieren. Nur beim Bohren durch den Kalksandstein ist Vorsicht geboten. Der Schlagbohrer erzeugt gerne einen großen Krater um das Austrittsloch herum. Also besser die Steine vorher mit einem Loch versehen und danach erst in die Mauer einfügen. Zudem die letzten Zentimeter des Lochs ohne Schlag bohren.

Die fertigen Mauerteile aus Kalksandstein. Links die Schalung um die Stütze S3.

 

Kalksandstein im Erdgeschoss

Die Temperaturen steigen langsam an, wir können endlich damit beginnen, die erste Reihe Kalksandsteine auf die Decke zu setzen. Mit Wasserwaage und Laser platzieren wir die beiden Steinreihen möglichst exakt über den Mauern aus dem Souterrain.

Zickzack-Wand 195 – 263 cm

In der dritten Runde stellt sich schon ein wenig Routine ein. Etwas kämpfen müssen wir mit den großen und schweren Schaltafeln. Für die nächsten Schritte müssen wir uns einen Hebemechanismus überlegen. Nach dieser Runde haben wir die Sollhöhe erreicht um die Elementdecken auflegen zu können.

Die Schaltafen haben wir mit Hilfe der beiden Hölzer, die unter den Tafeln zu sehen sind, genau ausrichten können. Da der Stahl inzwischen recht gut in der Flucht der Wand liegt ist auch vertikal nicht mehr so viel zu korrigieren.

Für das Füllen mit Beton haben wir Gerüstteile aufgestellt.

Letzten Mittwoch haben wir dann wieder im Team den Beton eingebracht. Den Beton haben wir mit Kantholz und Innenrüttler verdichtet (Innenrüttler nicht allzu lang um den Beton nicht wieder zu entmischen). Nach ca. 4 Stunden war es vollbracht. Das Ergebnis ist sehr erfreulich.

Da wo wir die Laufrichtung der Wand etwas korrigieren mussten haben sich interessante Muster gebildet…