Unter Druck – Teil II (Ballspiele)

Die bestellte Ballblase ist da und wir führen nach unseren Erfahrungen mit dem Luftballon lieber vorher einen Vortest aus.

Versuchsaufbau : Ballblase, Luftpumpe, 1.5 m Rohr DN 100
Der Ventilstutzen eines geplatzten Fahrradschlauchs dient als Verbindungsstück.

Der Vortest ist sehr erfolgreich. Es kann sein dass ein wenig Wasser entweicht, die Menge ist aber nicht störend.

Die Ballblase dichtet den zu prüfenden Abschnitt ab.
Der Wasserpegel nach ein paar Stunden.

Die Ballblase hat erfolgreich dem Wasserdruck getrotzt. Sie ist zwar ein paar Zentimeter weiter aus dem Rohr herausgedrückt worden, dies hat das Ergebnis aber nicht wesentlich beeinflusst. Letztlich muss nach den Bauarbeiten sowieso nochmal offiziell abgedrückt werden. Wir können für die Bodenplatte jetzt grünes Licht geben.

 

 

Unter Druck – Teil I

Bevor wir den neu verlegten Teil des Schmutzwassernetzes in der Erde bzw. unter dem Fundament verschwinden lassen müssen wir noch die Prüfung auf Dichtigkeit durchführen. Die Aufgabe gestaltet sich dieses Mal etwas schwieriger als beim letzten Mal da der neue Teil bereits am Wartungsschacht angeschlossen ist. Wir müssen den Teilabschnitt irgendwie am Wartungsschacht absperren um dann diesen Abschnitt mit Wasser zu füllen.

Den Luftballon haben wir uns bei Hornbach erbettelt. Mal sehen ob der taugt …

So lässt sich der Luftballon bequem in den abzudichtenden Schacht einführen und aufblasen. Die Rohr-Ballon-Kombination hält sehr gut die Luft.

Zum Anschluss des Ventils am Rohr noch ein Reparaturstutzen für Fahrradschläuche aus dem Regal gezogen. Wer macht das heute noch … ?

Leider hielt der Luftballon dem Druck nicht stand und ist aus dem Abwasserrohr vom Wasserdruck herausgedrückt worden. Nach der Aktion hatte er schon ein kleines Loch. Auch der zweite Ballon ist später bei einer Wiederholung geplatzt. Das Material ist zu dünn. Es gibt auch professionelle Stopfen (Absperrblase, Rohrdichtkissen), gibts ab 70 € aufwärts. Ist uns etwas zu teuer, wir bestellen … eine Ballblase.

Um zumindest ein wenig weiterzukommen dichten wir kurzerhand den gesamten Bereich am zweiten Wartungsschacht ab. Dieser ist weiter unten im Garten versteckt, jedenfalls war er da als wir vor ca. 10 Jahren das letzte Mal die Leitungen erneuern mussten.

Oben bei ca. 1 und 2 Uhr die beiden verwaisten Zuflüsse von den Nachbarn, links die Muffe auf dem Zulauf von uns (KG-Rohr DN 125). Der Ablauf ist unten (schwer zu erkennen).

Damit die Muffe nicht gleich wieder vom Rohr rutscht haben wir die Konstruktion verkeilt. die Bänder verhindern, dass das Material im Ablauf verschwindet.

Die Oberkante des Wartungsschachts ist der niedrigste Punkt, hier läuft es zuerst über.

Der Plan geht auf, der Wasserpegel bleibt für unsere typische Messpause (1 h) nahezu konstant. Wir sind zufrieden und schütten die Gräben schon mal wieder zu.

 

Abwasser aus dem Neubau

Den Altbau haben wir in den letzten Wochen mühsam neu angeschlossen und den notwendigen Wartungsschacht DN 400 gesetzt. Am südlichen Ende des Neubaus sind Küche im Erdgeschoss und Dusche im Souterrain geplant. Wir haben mit dem Maurer die Positionen der Abwasserrohre besprochen und uns daraufhin entschlossen, für die ebenerdige Dusche einen separaten Anschluss vorzusehen. Ein dünnes Rohr unter dem Estrich würde eventuell auch gehen, allerdings darf der Abfluss dann nicht zu weit vom Fallrohr für die Küche entfernt sein. So ist es definitiv einfacher. Wir planen den „Einstieg“ in den Anbau von Süden.

Der Anschluss des Anbaus, protokolliert nach dem Verlegen der Rohre.

Damit das Fallrohr möglichst direkt an der Wand verläuft muss der in der Bodenplatte vergossene Anschluss in den Bereich des Fundamentgrabens ca. 20 cm hineinragen.

Das Verlegen der Rohre geht uns inzwischen leicht von der Hand.

Der Bauherr prüft die Positionierung und das Gefälle der Rohre.
Übersicht über die neuen Anschlüsse.

 

Leg das Rohr

Etwas Getüftel ist im Keller des Altbaus notwendig um die bestehenden Leitungen, die teilweise noch aus Steingut bestehen und unter dem Kellerboden verlegt sind, mit der neuen Abwasserleitung zu verbinden.

Die unteren Zuleitungen und die Stromkabel für das Luxus-Dixi

Der Erste Versuch, ein Reduzierstück aus PP durch Anschneiden und Verkleben mit dem Heißluftföhn passend zu machen, hat nur bedingt geklappt (geht aber besser als befürchtet !). Zum Glück scheint das Ende eines HT-Rohrs DN 70 so gut in das Steingutrohr zu passen, daß es sich mit Gleitmittel und Hammer satt in das Steingutrohr treiben läßt. Raus will das nicht mehr.

Das Fallrohr sowie Abwasser von Kellerüberlauf, Waschküche, Heizung und Boiler.

Vom unteren Bildrand links kommt der Zulauf vom Kellerablauf (falls mal wirklich was kaputt geht oder überlauft). Gleich rechts daneben der Zulauf aus der Waschküche (Waschmaschinen und Waschbecken). Von rechts kommt der Zulauf von Heizung und Drucküberlauf Warmwasserbehälter.  Unter den Rohren liegt noch ein Stück Küchenkrepp um die Dichtheit der Zuläufe zu testen. Die Waschmaschine sorgt gerade für den für den Test notwendigen Betrieb in der Leitung.

Was haben wir teilweise in den letzten Jahren gekämpft weil der rechteckige Betondeckel (oben rechts im Bild neben meinem blauen Socken) nicht geruchsdicht auf den Kontrollschacht passte. Einige Kartuschen von Silikon haben wir da schon untergebracht. Das sieht schon sehr viel vertrauenswürdiger aus.

 

Da ist der Deckel ´drauf !

Endlich alles korrekt verlegt und wieder zugeschüttet. Wir sind ein bisschen stolz auf uns ;-).

1.5 Tonnen trägt der Schacht mit dem Deckel. Ab und zu guckt der Bauherr auch in den Schacht und kontrolliert die Funktion. Läuft !

Und schon wieder Abwasser …

Nachdem uns der Tiefbauer erklärt hat, wie man Rohre zusammensteckt (nicht grün in orange und auch nicht orange in grün :-/) mussten wir heute einen Teil der schon so ordentlich verlegten Abwasserrohre neu verlegen. Wo wir sowieso gerade dabei waren haben wir auch den vorgeschriebenen Wartungsschacht mit eingebaut (DN 400). Der Schacht darf nämlich grün rein und orange raus …

Doch zuvor noch schnell eine Dichtigkeitsprüfung für unser neu verlegtes Abwasserrohr. Dazu haben wir am Ende des Rohrs im Graben einen Bogen und ein langes Rohr aufgesteckt und das gesamte Teilstück mit Wasser gefüllt. Da geht erstaunlich viel Wasser ‚rein ! Dann erstmal Kaffeepause. Nach einer Stunde das folgende Bild :

Nicht ein Milliliter fehlte :-).

 

Abwasser, immer wieder Abwasser

Die Maurer sind gerade fleißig dabei das Fundament des Altbaus zu unterfangen. Unglücklicherweise laufen 2 Abwasserleitungen und das Stromkabel zur Garage unter dem bestehenden Fundament in Richtung Osten. Das Stromkabel können wir ohne Aufwand erstmal kappen, bei der Abwasserleitung dürfte das nicht lange funktionieren …

Am Mittwoch Nachmittag (also vor 3 Tagen) dann doch etwas unerwartet der Anruf beim Bauherren im Büro …

„Am Freitag wollen wir Segment 2 unterfangen, bis dahin muss die Abwasserleitung neu verlegt sein.“

Kein Problem, macht der Bauherr doch schnell nach Feierabend. So einfach lief es dann doch nicht wie erhofft.

Die Optionen :

  • Die Leitung unter Segment 2 neu verlegen, dann muss die Leitung auf eine Tiefe von -3.65 m gemessen gegen unsere Nullmarke (Fussboden Wohnzimmer).
  • Die Leitung vorerst unter Segment 3 (links neben Segment 2) verlaufen lassen und nur das notwendige Teilstück unter Segment 2 verlegen.
  • Die Leitung vorerst durch das Kellerfenster nach draußen verlaufen lassen und nur das notwendige Teilstück unter Segment 2 verlegen.

Option 1 hätte bedeutet, nach Feierabend 20 m Rohr neu zu verlegen, nicht machbar in der kurzen Zeit. Also haben wir uns an Option 2 versucht. Dabei ist uns dann der sich unter dem Fundament befindliche Ablauf des Abwassers vom bestehenden Fundament abgerissen so dass das Segment 3 gar keine tragende Funktion mehr hatte. Wir brechen ab und hoffen darauf, dass die Maurer alternativ auch Segment 3 unterfangen können.

So haben es die Maurer dann auch gemacht, wir können uns also heute in Ruhe mit dem Abwasser beschäftigen.

Verlegeplan kurz im Kopf skizziert, Anfangstiefe so festgelegt dass das Abwasserrohr gut unter dem neu eingebrachten Fundament verläuft (-3.65 m) und losgebuddelt. Das hat so ziemlich den ganzen Samstag gedauert und uns alles abverlangt.