Zickzack-Wand 263 – 345 cm (4. Abschnitt)

Die Zickzack-Wand muss noch ein paar Meter wachsen. Die Schalungstafeln hatten wir ja schon ein paarmal im Einsatz und konnten diese nach der Winterpause auch den einzelnen Plätzen wieder zuordnen. Nur am Übergang von der Wand auf die Decke mussten wir einen Ausschnitt aus einer Tafel entfernen. Nach dem heutigen Gießen ist die Mauer wieder um ca. 80 cm gewachsen. Es fehlen dann noch 3 Sitzungen bis auch diese Mauer vollständig ist.

In der gewohnten Manier füllen wir mit den abgesägten DN 150er Rohren den Beton ein.

Wir haben mitgezählt :

  • 28 Schubkarren Beton
  • 19 Sack Zement (475 kg)
  • ca. 150 l Wasser
  • 190 Schaufeln Kies

Im Ergebnis ist nach 3 Stunden ca. 1 m³ Beton entstanden.

Sturz gießen – geht doch !

Heute haben wir uns die Ringanker-Sturz-Kombination im Erdgeschoß vorgenommen. Nach unserem Missgeschick beim Gießen der des Sturzes über der Eingangstür zum Souterrain haben wir etwas mehr Gewindestangen eingeplant um den Beton in Position zu halten.

Schaltafel vor dem Stutz. Gewindestangen und Schutzröhrchen sind gut zu sehen.

Zur späteren Befestigung der Dachsparren platzieren wir auch noch eine Halfenschiene auf der Mauerkrone.

Die Halfenschiene besitzt in regelmäßigen Abständen Kopfbolzenanker um die Schiene im Beton zu halten. Die Schiene ist so geschnitten dass je ein Kopfbolzenanker an den beiden Enden sitzt.
Die Halfenschiene ist platziert. Alles bereit für den Beton.

Das Einschalen hat sehr viel mehr Zeit beansprucht als ursprünglich geplant. Dafür geht das Betonieren inzwischen sehr routiniert vonstatten. Das Ergebnis ist ein Traum :-).

Der Norden muss umplanen

Während wir im Süden eigenmächtig die Stütze eingekürzt haben (Isolierung, Zinkdach) scheint dies im Norden so einfach nicht zu gehen. In diesem Bereich ist die Abstützung für das Ende des Stahlbetonbalkens vorgesehen. In der Grafik unten ist der Dachüberstand in rot eingezeichnet.

Die Westwand des Anbaus, die von Nord nach Süd vor dem Altbau verläuft, sollte uns eigentlich genau vor diesem Problem bewahren.

Eine Option die wir haben ist die Ausfertigung des gesamten oberen Bereichs zwischen der Nord- und der Südsäule in Leichtbauweise. Die Fixierung der Nordsäule müssen wir in diesem Fall anders lösen.

Alternativ könnte der Isokorb auf einen anderen Teil der Mauer aufgestützt werden. Bei Bedarf auf einem ausgekragten Element der Stahlbetonwand.

Ein Fall für den Statiker …

Stützen und Wände – Endspurt

Die letzten 14 Tage haben wir Stützen gegossen und den Ringanker vorbereitet. Der Fortschritt sieht gut aus und wir sind frohen Mutes den Anbau bis zum Winter zumindest dicht zu bekommen.

Beim Anschluß an den Altbau im Süden mussten wir etwas von den statischen Plänen abweichen damit der Zimmerer zumindest ein bisschen Platz für Isolierung und Blech vorfindet. Den orangenen Bereich haben wir daher weggelassen und auf die Höhe für die Firstpfette angeglichen.

Arbeiten mit Ausblick

Wir beginnen auch so langsam mit dem letzten Abschnitt, unserer Zick-Zack-Wand. Die Stecker sind 2 cm breiter als wir erwartet hatten. Um die Stecker herum ist also nur eine Betondeckung von 2,5 cm möglich. Gut dass wir die Großpackung Dinkies 2,5 cm besorgt haben …

 

Torwand – das Finale

Am Wochenende haben wir den letzten Abschnitt der Torwand gegossen. Inzwischen hat sich schon eine gewisse Routine eingestellt. Da der Abschnitt weit über dem Auswurf der Mischmaschine liegt müssen wir eine Kette aus 4 Personen bilden um den Beton in die Schalung zu bekommen.

Die Bauherrin bei der Planung …

Nach dem Ausschalen und Abbauen diverser Gerüstteile können wir endlich einen Haken hinter diesen Teil des Anbaus machen (Verputzen und Anstreichen fehlt natürlich noch).

Woran wir nicht so recht gedacht haben : Der oberste Teil der Mauer verschattet Vormittags einen Teil von zwei PV-Paneelen.

Wir kontrollieren den Einfluß der Verschattung auf den Ertrag und verschieben ggf. die Paneele etwas weiter Richtung Westen. Sieht dann zwar blöd auf dem Dach aus aber worauf kommt es an … ?

Torwand – Abschnitt 6

Wir nutzen das gute Samstagswetter und bereiten den nächsten Abschnitt der Torwand für das Gießen vor. Die frisch gegossene Decke soll uns als Basis für die nächsten Gießaktionen dienen. Wir testen die Zuwegung zur Decke und entschließen uns den Beton direkt auf der Decke erst anzumischen. So kann keiner mit einer vollen Betonkarre vom Gerüst fliegen und die Transportmengen sind gelenkschonend klein.

Das Wetter ist ideal und jeder möchte die Leitung übernehmen …

Jetzt fehlt uns nur noch ein Abschnitt und die Torwand ist betontechnisch fertig.

Die Decke wird gegossen

Für heute haben wir Beton für die Decke sowie eine passende Betonpumpe bestellt. Das örtliche Betonwerk liefert nur Beton mit Kies bis Körnung 16, passend für uns. Die Festigkeitsklasse soll C25/30 entsprechen, die Expositionsklasse ist auf den Plänen mit XC1; WO angegeben. Das Betonwerk bietet XC3; WF an. Die komplette Identifikation des Betons zum selber entschlüsseln : „C25/30 XC3 F4 GK16 M WF“, Zement CEM III/A 42,5 N.

Am Vorabend und den Vormittag haben wir noch weitere Kleinigkeiten vorbereitet, unter anderem ein paar Messpunkte zur Orientierung der Sollhöhe. Auf dem Bild gut zu erkennen wie die Enden von Schnorcheln.

Die erste Überraschung für uns kam als der Fahrer mit der Betonpumpe schon um ca. 12:30 bei uns auf dem Grundstück einfuhr, eine Stunde vor dem vereinbarten Termin. Das Helfer-Team war da noch gar nicht vor Ort. Er ist skeptisch ob der Arm des nagelneuen Putzmeister M24-4 lang genug ist. Wir haben eigentlich mit dem Hallenmeister M24 gerechnet, wird aber sicher keinen Unterschied machen. Und tatsächlich, der Arm ist zu kurz !

Die Pumpe kann damit nur das rechte Drittel der Decke bedienen, alles andere müssen wir mit Schubkarre, Schaufel und Schieber erledigen. Auch der Abschnitt der Torwand, den wir als Reserve vorgesehen hatten, können wir nicht wie geplant einfach mit dem Schlauf auffüllen. Sollte es ein nächstes Mal geben bestellen wir lieber eine Nummer zu groß.

Im Eiltempo füllen wir zu fünft den Abschnitt der Torwand zuerst und riskieren, am Ende zu wenig Beton für die Decke parat zu haben. Aber wir haben zur Not ja noch die Mischmaschinen …

Das Auffüllen mit der Pumpe geht normalerweise sehr schnell, nach 10 Minuten ist der Beton ‚drauf. Bei uns hat es dann doch etwas mehr als eine Stunde gedauert. Die „Schnorchel“ zur Orientierung hätten wir uns auch sparen können, die waren ganz schnell geplättet und im Beton verschwunden. Die roten Dübel in der Wand hingegen haben uns zur Orientierung ganz gut geholfen. Wie eben die Fläche ist werden wir dann beim nächsten Regen sehen …

Während des Gießens haben wir irgendwann gemerkt, dass der Bauherr für den Sturz über der Kellertür keine ausreichende Stabilität der Bewehrung sichergestellt hat. Nur ein paar Schrauben und die Gewindestangen voll vergessen. Zum Glück hat die Schalung dennoch gehalten. Allerdings hat der Sturz jetzt auf beiden Seiten ca. 5 cm Bauch …

Manche Bereiche haben wir scheinbar auch nicht konsequent genug verdichtet. Oder die Körnung GK16 war zu groß. Wir haben uns auch über die hohe Menge an großen Steinchen gewundert. Der gewaschene Kies, den wir bisher für unsere „Handarbeiten“ verwenden hat eine deutlich andere Zusammensetzung.

Da wir momentan im Mittel nicht viel über 5 °C Außentemperatur haben müssen wir jetzt 1-2 Monate warten bis wir endlich die Tragbalken wieder entfernen können. Die Betonfestigkeit von 42,5 N beträgt nach 28 Tagen 75 – 90 % der Normfestigkeit. Das sollte für den kleinen Kellerraum reichen, beim größeren Kellerraum mit der Stahlrohrstütze unterstützen wir den Beton doch lieber etwas länger.

Mittwoch kommt der Beton …

Nach dem Gießen der Bodenplatte haben wir den Beton bisher immer mit der Mischmaschine produziert. Jetzt kommt wieder die Betonpumpe zum Einsatz und der Beton ist vom Betonlieferanten nebenan. Gestern haben wir den ohnehin sehr verregneten Tag genutzt um die Oberseite der Elementdecken mit dem Dampfdruckreiniger zu reinigen.

Heute haben wir noch einen Teil der Torwand eingeschalt um den eventuell vorhandenen Überschuß an Beton aufzunehmen. Rechnerisch brauchen wir ca. 6 qm Beton, wir haben 7 qm bestellt um nicht blöd dazustehen sollte die Menge nicht reichen.

In diesem Stück ist dann auch unsere Torte enthalten. Damit die Torte nicht auf dem Beton aufschwimmt haben wir oben ein paar Dinkis platziert. Vermutlich wird das aber nicht reichen, die Auftriebskraft der Torte (ca. 85 l Volumen) könnte 200 kg heben wenn diese komplett im Beton eingegossen ist. Wir werden daher wohl noch ein paar Holzlatten über der Torte montieren …

Positionierung Stütze ST2

Diese Woche haben wir die Stahlstütze abgeholt, die Lackierung mittels Pulverbeschichtung ist wirklich beeindruckend. Auch alle Vorgaben aus den Zeichnungen sind korrekt umgesetzt worden.

Heute soll die Stütze an ihren Zielort damit wir nächste Woche endlich die Decke gießen können.

An der Decke fixieren wir die Kopfplatte der Stütze mit Hilfe von Spanngurten, unten an der Fußplatte vorerst provisorisch mit ein paar Keilen, damit die Kopfplatte plan mit der Elementdecke abschließt.

Mittels Wasserwaage und Rotationslaser richten wir die Stütze möglichst exakt senkrecht aus und markieren die Positionen für die beiden Bohrlöcher auf dem Fundament. Die Bolzenanker sind 180 mm lang, 120 mm davon sollen im Bohrloch verschwinden. Die Bohrungen klappten ebenfalls problemlos, keine Bewehrung im Weg. Ansonsten hätten wir noch einen anderen Bohrer besorgen müssen …

Um sicherzugehen, dass die Bohrungen an der richtigen Stelle platziert sind haben wir zwei Stück Baustahl in die Löcher gesteckt und die Stütze probeweise an ihren Zielort gestellt. Zum Glück sind die Bohrungen gut gelungen. Sind die Bolzenanker erst mit dem Hammer in die Löcher getrieben gibt’s nämlich kein einfaches zurück mehr.

Die Bohrlöcher noch schnell ausgesaugt damit die Bolzenanker besser halten. Ein Stück Schlauch aus dem Baumarkt hilft dabei. Ist aber eigentlich nicht kritisch da die Stütze nach dem Gießen nicht mehr von den Ankern herunter kommt.

Die eingeschlagenen Bolzenanker warten auf die Stütze …

Damit die Stütze nicht so mit Beton zugekleckert wird haben wir mit Kinderknete und Silikon die Ritzen um die Kopfplatte abgedichtet.

Ein Blick von oben auf die Kopfplatte, gut zu sehen die 5 Kopfbolzenanker.

Kunst am Bau

Die Tortendummies haben es leider bisher nicht auf die Baustelle geschafft. Wir haben aber die Öffnung für den Dummy vorbereitet.

Gut zu erkennen auf dem Bild sind auch die Bohrlöcher, die wir bei jedem Gießschritt mit Gewindestangen versehen, um die Schalung in Position zu halten. Die oberste Reihe landet genau im Bereich des Tortendummies und muß daher frei bleiben. Stattdessen setzen wir entweder eine Dachlatte auf die obere Kante oder zwei Schraubzwingen übernehmen die Aufgabe im oberen Bereich.

Durch die hohe Dichte an Bewehrung in diesem Bereich entwickelt sich das Füllen mit Beton sowie das Verdichten zur Herausforderung. Gut an den zu befüllenden Bereich kommt man nur von der Seite.

Um den Beton gut einfüllen und verdichten zu können müssen wir vermutlich die seitlichen Schalbretter in mehreren Schritten einsetzen, d.h. 40 cm gießen, neuer Satz Schalbretter anbauen, weitere 40 cm gießen usw.