Kunst am Bau

Die Tortendummies haben es leider bisher nicht auf die Baustelle geschafft. Wir haben aber die Öffnung für den Dummy vorbereitet.

Gut zu erkennen auf dem Bild sind auch die Bohrlöcher, die wir bei jedem Gießschritt mit Gewindestangen versehen, um die Schalung in Position zu halten. Die oberste Reihe landet genau im Bereich des Tortendummies und muß daher frei bleiben. Stattdessen setzen wir entweder eine Dachlatte auf die obere Kante oder zwei Schraubzwingen übernehmen die Aufgabe im oberen Bereich.

Durch die hohe Dichte an Bewehrung in diesem Bereich entwickelt sich das Füllen mit Beton sowie das Verdichten zur Herausforderung. Gut an den zu befüllenden Bereich kommt man nur von der Seite.

Um den Beton gut einfüllen und verdichten zu können müssen wir vermutlich die seitlichen Schalbretter in mehreren Schritten einsetzen, d.h. 40 cm gießen, neuer Satz Schalbretter anbauen, weitere 40 cm gießen usw.

Offizielle Kontrolle der Deckenbewehrung

Heute war unser Statiker auf der Baustelle um die Bewehrung der Decke zu kontrollieren und freizugeben.  Alles sieht soweit gut aus, auch die in der Höhe halbierten Auflagertaschen sind so akzeptiert. die horizontalen Bögen sollen dabei möglichst weit unten in der Tasche positioniert sein.

Der nach der Umplanung vorgegebene Mindestabstand von der Oberseite der Elementdecken ist teilweise problematisch da dies zu einer weiteren Reduzierung der Abstände zwischen unterer und oberer Bewehrung führt. Für die dünnen, in Ost-West-Richtung verlaufenden Stangen, die die gesamte Decke überziehen, sollen wir das soweit es geht noch umsetzen. Ein paar Abschnitte von überschüssigen Stahlmatten tun ihren Zweck. An den kritischen Randbereichen maximieren wir aber lieber den Abstand zwischen oberer und unterer Bewehrung.

Nach der Umplanung von Ortbeton auf Elementdecken haben wir die von einem anderen Zeichner durchgeführte Umplanung sicherheitshalber nochmal von unserem Statiker überprüfen lassen. Dabei sind nur kleine Korrekturen gefordert worden. Bei der heutigen Besichtigung fiel dann aber doch auf, dass wichtige Bewehrung auf der oberen Lage fehlt (unten die Bewehrung mit der Nummer 13).

Zeichnung 1 : Initialer Entwurf für die obere Lage der Bewehrung bei Ausführung in Ortbeton

 

Zeichnung 2 : Die obere Lage nach der Umplanung auf Elementdecken. Der mit der Nummer 13 in der obigen Zeichnung 1 gekennzeichnete Stahl fehlt …

Ärgerlich, wir müssen die Stahlmatten für das Korrigieren teilweise wieder hochnehmen. Aber auch nicht allzu dramatisch.

 

Wir haken bzgl. der Befestigung der Traufpfette nochmal nach, bei der Erstellung der Schal- und Bewehrungspläne ist ein Auflager für diese Pfette vergessen worden. Der Statiker bestätigt unseren Plan, den wir schon mit der Zimmerei abgesprochen hatten. Die entsprechende Stahlbetonstütze soll oben um 15 cm verschlankt werden um ein Auflager für die Pfette zu bilden. Zur Befestigung darf sich der Zimmermann was wünschen. Eine oder zwei Bohrungen von oben in den Auflagerbereich und entsprechende Anker sollen genügen.

Stütze S3 – hier soll sich rechts die Pfette an den Ringanker anschließen

Für die Befestigung der Pfette auf der Stahlstütze soll die Kopfplatte (20 mm) so breit sein wie die Pfette und entweder zwei Löcher zum Fixieren oder an der Oberseite angeschweißte Gewindestangen (12 mm) mitbringen.

Ebenfalls zur Sprache brachten wir das Wandstück, das die Fortsetzung der großen Wand auf der Nordseite bildet. Damit die Wand die geplante Sollstärke von 42 cm erreicht soll vor die bereits von uns teilweise erstellte Stahlbetonwand (24 cm) eine Lage druckfeste Dämmung (12 cm) sowie eine Reihe Kalksandstein (12,5 cm) angebracht werden. Umschlossen wird diese Wand im Norden und oben durch eine 42 cm starke Stahlbetonkonstruktion in der Form eines auf dem Kopf stehenden Ls. Die so entstehende Wand ist insgesamt 6 m hoch, 2.5 m davon sind nachher unterirdisch. Der unterirdische Teil wird durch den Erddruck in Position gehalten, der obere, frei stehende Teil muss durch Maueranker fixiert werden. Laut DIN 5 Stück / m² (wäre das nicht etwas, was in der Statik erwähnt werden müsste ?). Das erschwert dummerweise die Erstellung der Stahlbetonwand da wir immer die Maueranker mit eingießen müssten. Oder nachträglich Löcher bohren und mit entsprechendem Kleber in die Wand einbringen. Oder, oder, oder …

Wir diskutieren abends noch darüber und überlegen uns, dass die Erstellung der Wand mittels Kalksandstein eigentlich nicht notwendig ist. Wir können die gewünschte Wandstärke auch durch 24 cm Dämmstoff und etwas Putz erreichen. Sofern die vorgelagerte Kalksandstein-Wand keine statische Funktion erfüllt …

Die unterschiedlichen Materialien bei dieser Variante werden vermutlich eher dafür sorgen dass die Farbe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit altert. Dieser Effekt wird aber vermutlich nicht so stark ausgeprägt sein da dieser Bereich nicht so intensiv von der Sonne angestrahlt wird.

Stahlstütze ST2

Die Decke wird an einer Ecke durch eine Stahlstütze getragen. Im Schalplan ist die Maßzeichnung enthalten :

Ursprünglich hatten wir uns gedacht, dass wir die Decke erst gießen und die Stahlstütze nachträglich an die gewünschte Position stellen. Der Vorteil, die Stütze mit einzugießen : Die Befestigung der Kopfplatte (Kopfbolzenanker) ist nachher nicht sichtbar. Wir entscheiden uns für die Kopfbolzenanker. Die Positionierung der Stütze unter der Decke ist ebenfalls im Schalplan angegeben :

Ergänzt man gedanklich die Kopfbolzenanker auf diesem Bild so stellt man fest, dass zwei der Kopfbolzenanker sehr dicht am Rand positioniert sind. Die Betondeckung beträgt so ca. 15 mm.

Nach Rücksprache mit dem technischen Zeichner sollen wir die Kopfbolzenanker anders positionieren. Machen wir doch glatt und würfeln ein paar Positionen.

Zur Reserve haben wir einen 5ten Kopfbolzenanker vorgesehen falls wir einen der Anker beim Stellen der Stütze nicht unterbringen können.

Wir fragen mit den Unterlagen bei 6 Bauschlossern die Stütze an, inkl. Sandstrahlen und Pulverlackieren (RAL 7045 Telegrau). Die neue Positionierung löst bei einigen etwas Verwunderung aus. Von zweien bekommen wir schließlich ein Angebot,die anderen scheinen ausgelastet zu sein. Für ca. 500 € bekommen wir unsere Stütze, müssen diese aber selber vom Lackierer abholen. Die Herstellung dauert ca. 2 Wochen.

Warte ! Erst die Bewehrung, dann die Schalung

Heute haben wir uns endlich daran gemacht, den Stahl für die Decke zu bestellen. Da die Pläne vom Statiker nicht gerade übersichtlich sind haben wir die Daten in eine separate Stückliste übertragen. Dabei ist uns aufgegangen dass das Einbringen des Stahls nicht klappt wenn die Verschalung schon montiert ist. Na toll !

(Garry Lawson, The Far Side Gallery)

Damit die Decke auch in Ost-West-Richtung eine ausreichende Steifigkeit bekommt muss bei den Elementdecken in derselben Richtung eine Menge Stahl in die untere Lage (also so ziemlich direkt auf die Oberfläche der Elementdecken) eingebracht werden. Im Plan (Bild unten) sind das die mit der 5 gekennzeichneten Stangen. Laut Plan im Schnitt alle 15 cm eine Stange (bei den Einbaugehäusen geht das logischerweise nicht). Die Stangen müssen unter den Gitterträgern seitlich eingeschoben werden und das geht nur solange noch keine Verschalung angebracht worden ist.

Die komplette Stückliste für die Decke : STL_Decke. Die Stückliste umfasst insgesamt etwa 750 kg Stahl …

Isokörbe eingetroffen …

Die Lieferung Isokörbe hat unsere Baustelle erreicht …

Für den SXT (der längliche Korb) ist ein entsprechender Bereich in der Elementdecke ausgespart (43,3 * 64,0 cm) :

Etwas unschön, zumal das der Statik (gefühlt) eher ab- als zuträglich ist. Der Korb hat eine vertikale Ausdehung von 11,5 – 12,0 cm, wenn wir also von der Elementdecke etwas Material abtragen (die Flex geht ja wieder) kommt der Korb auch so an die gewünschte Position.

Autsch !

Bisher ist während der Bauarbeiten noch niemand ernstlich verletzt worden. Nun haben wir die zweite Rechnung vom Statiker für die Schal- und Bewehrungspläne bekommen. Ca. 8500 € für diese Pläne, das hatten wir in den Gesamtkosten für den Anbau gar nicht vorgesehen. Während für die Statik ein Festpreis vereinbart war hat es den für diese Pläne wohl nicht gegeben.

Naja, dann eben keine Sauna, keine Küche :-). So haben wir auch mehr Platz für eine Tischtennisplatte oder den Tischkicker …

Schöck oder Halfen

Zufällig beim Besuch unseres Stahllieferanten auf dem Hof gesehen. Eventuell können wir da noch ein bisschen Geld sparen. Unser Statiker hat uns 3 ISO-Körbe verordnet. Warum geht eigentlich nicht gebogener Edelstahl und ein wenig Bauschaum … ? 😉

Laut Statik brauchen wir :

  • 1 * Schöck Isokorb SXT2-B220-L400-VB1-R90 (231,70 € / Stück + MWSt.)
  • 2 * Schöck Isokorb AXT1-B240-L250-R90 (120,70 € / Stück + MWSt.)

Informationen von Schöck :

Die vom Statiker gewählten Elemente sind mit Brandschutz ausgestattet. Warum dieser notwendig ist erschließt sich uns nicht da die Isolierkörper sich direkt an Bauteile anschließen, die keinen Brandschutz aufweisen. Die Elemente ohne Brandschutz kosten 214,90 € bzw. 103,90 €. Insgesamt ca. 60,00 € Sparpotential.

Das wären dann von Schöck :

  • 1 * Schöck Isokorb SXT2-B220-L400-VB1 (214,90 € / Stück + MWSt.)
  • 2 * Schöck Isokorb AXT1-B240-L250 (103,90 € / Stück + MWSt.)

Der Blick in die Preisliste von Halfen zeigt, dass sich der Aufwand, die entsprechenden Elemente von Halfen auszuwählen, nicht lohnt.

 

Bastelspaß für Groß und Klein

Frisch von unserem Stahlbieger für das Wochenende eingesammelt. Die Breite haben wir nach Absprache mit dem technischen Zeichner von 18 auf 17 cm reduziert um die geforderte Betondicke von 3,5 cm für die Wände einzuhalten. Die Angaben zur Betondicke gelten nach Aussage des technischen Zeichners nur für die Hauptstähle aber da sind wir uns bzgl. dieser Aussage nicht so sicher – und wir können die Dingies als Abstandshalter einsetzen !