Beton schafft Tatsachen

Heute ist er tatsächlich gekommen, der Beton. Zwischen 11 und 13 Uhr wurde Beton der Güte C25/C30 über die vorbereitete Bewehrung gegossen. Der Rand der Verschalung wurde nun doch nicht mehr erhöht, die bemängelte Ecke mit zu geringer Betondeckung sollte jetzt durch „Anhäufeln“ von Beton die nötige Betondeckung erhalten.

Betonbirne und Pumpe
Zu jedem Fundament gehört auch eine Kippe …
Nach 2 Stunden war alles erledigt.

Teilweise wurde während des Gießens mit dem Ringlaser nachgemessen. Auch eine Rüttelstange war dabei um die Verteilung des Betons in den Gräben sicherzustellen.

Letzte Nacharbeiten an Bewehrung und Schalung

Am kommenden Dienstag soll endlich – mit 5 Wochen Verspätung – das Fundament gegossen werden. Die letzten Punkte von der Liste, die wir mit dem Statiker abgestimmt haben, müssen noch korrigiert werden. Die Maurer waren dafür am Freitag nochmal da und haben Waschbetonplatten zerbröselt …

Betondeckung – mal anders

Zusätzlich sollten noch ein paar Anbindungen zwischen den Körben realisiert und fehlende Anbindungen für Schalsteine ergänzt werden. Zugegebenermaßen war die Skizze vom Statiker nicht unbedingt hilfreich.

Es kam wie es kommen musste, es wurden wieder einige Arbeiten nicht durchgeführt. Wir nehmen – mal wieder – das Heft in die eigene Hand.

  • Position der Anbindung für die Torwand korrigiert und Stangen nach neu erstelltem Plan gesetzt. Jetzt laufen die beiden Elemente im Süden und im Norden, die nachher die große Mauer bilden sollen (Optik), wieder aufeinander zu.

  • Anbindungen nach Plan des Statikers angepasst
  • Stangen für Betonsäule Nord korrigiert
  • Stangen abgeflext wo sie noch zu lang waren (Betondeckung)
  • Lange Schalung Ost entnommen, mit Folie bespannt und neu positioniert (Höhe und Abstand vom Korb)

  • Abwasserrohre eingekürzt und geschützt

 

Thor-Wand

Für die 1.3 m breite, 6.65 m hohe und 40 cm dicke Mauer, die am südlichen Ende des Anbaus anschließen soll und von uns nach der gleichnamigen Gottheit der Germanen benannt wurde (oder doch eher wegen des kreisrunden Lochs nach der Torwand, die aus dem Ballsportbereich bekannt ist) wurden vom Statiker als Konstruktionselement Schalungs- bzw. Kellerwandsteine (KW-Steine) ausgewählt. Die Maurer haben sich ein paar Referenzsteine in den Breiten 24 cm und 36 cm mitgenommen, um die Position der Armierungen auszutüfteln.

Schalungsstein 36 cm tief

Bei der Thor-Wand passten diese Positionen zufälligerweise gerade genau mit den Positionen der Ringe in den Körben zusammen. Erstaunlich …

Wir haben die Positionen der Stangen einer Reihe aufgenommen, gemessen relativ zur Außenkante der geplanten Mauer (cm) :

16, 30, 44, 56, 70.5, 83.5, 96.8, 110, 125, 139

Die jeweils zwei äußeren Stangen außen sind stärker ausgelegt (16 mm), die mittleren haben einen Durchmesser von 14 mm. Gemessen haben wir jeweils die Position der Stangenmitte.

Der Statiker hat eigentlich noch ein Stangenpaar mehr vorgesehen …

Vogaben aus dem Bewehrungsplan

Abstand zur Mauer des Anbaus

Die Mindestbreite des freien Raumes zwischen den Mauern beträgt vermutlich 12 cm, notfalls auch 10 cm – es muss Isolierung (Jackodur o.ä., Jacko haben wir in 12 cm sogar noch in der Garage herumliegen) in den Zwischenraum eingebracht werden. Die Pläne des Statikers geben für diesen Bereich leider nichts her, der Abschnitt fehlt in den Berechnungen bzgl. des Wärmebedarfs. Die Wandung eines Schalungssteines ist ca. 4 cm. Um auch 12 cm Isolierung unterbringen zu können wäre ein Mindestabstand der Stangen von 16 cm notwendig. Aus der Gründung läßt sich ein Abstand von 18.25 cm bis zu den ersten Stangen ermitteln. Momentan sind die Stangen zu dicht an der geplanten Gebäudemauer !

Positionierung der Stangen

Leider finden sich keine exakten Maße für einen Schalungsstein mit der Breite von 40 cm im Internet und auch die Maurer hatten wohl keinen griffbereit. Daher ein paar Annahmen : 49.5 cm lang, 4 cm Wandstärke, 21.5 cm Abstand zwischen den Querstreben. der mittlere Hohlraum ist mittig angesiedelt. Es gibt Abschlusssteine, da diese aber teurer sind werden diese vom Maurer vermutlich nicht verbaut, auch wenn das in der Summe eventuell günstiger wäre.

Stangenposition (relativ) und positionierte Schalungssteine.

Offensichtlich scheitern wir in der Theorie schon beim Positionieren der untersten Reihe, die darauf aufsetzende Reihe haben wir uns daher gleich gespart. Bei manchen Schalungssteintypen gibt es zusätzlich Endsteine in kurz und lang sowie bereits vorgefertigte Ecksteine. Hoffentlich haben die Maurer auch diese Sorte von Steinen, vielleicht passt der Anschluss dann besser …

Es gibt sogar vereinzelt Toolunterstützung : GZ Mauerplaner.

Fazit

Die Thor-Wand wird im fertigen Zustand ca. 8.5 t auf die Waage bringen. Da scheint eine sorgfältige Gründung schon angebracht …

Tri Tra Trullala, tri tra trullala

… die Maurer waren wieder da. Nach geschlagenen 4 Wochen Baustopp waren heute mal wieder zwei Maurer auf unserer Baustelle und haben die Anschlüsse für die stahlbewehrten Elemente ergänzt.

Maueranschlüsse und ein paar Kellerwandsteine für das Anpassen.

Wir haben den Maurern gleich am morgen noch die Messergebnisse bzgl. der Höhen der einzelnen Elemente mitgegeben und auf das Problem mit dem großen Korb hingewiesen,  der etwas zu weit aus der Ebene herausragt. Auch auf die eventuell unglücklich gewählten Abstandshalter haben wir ebenfalls aufmerksam gemacht. Leider haben wir bisher noch nichts weiter von den Maurern gehört, eventuell wurde nachkorrigiert. Sieht aber eigentlich noch alles so aus wie vorher …

… und ist auch wie vorher. Nochmal nachgemessen, die Position des Korbs ist unverändert. Wir haben dieses mal mit einem anderen, geeichten Rotationslaser an einigen kritischen Punkten nochmal nachgemessen (Bosch Professional GRL 500 HV + LR 50), das Ergebnis ist aber identisch zu den letzten Messungen (wenige Millimeter Differenz).

Für nächste Woche haben wir einen Termin mit dem Statiker geplant, wir sind sehr gespannt !

Millimeterarbeit

Nahezu unmöglich, über weitere Strecken eine Höhe auf wenige Millimeter einzumessen ? Nicht mehr, seitdem es Rotationslaser gibt. Diese erzeugen eine horizontale Scheibe auf einer gewählten Höhe und erlauben es so, gegen eine definierte horizontale Ebene zu messen. Rotationslaser sind nicht so neu und auch nicht mehr so teuer. Gerade beim Erstellen von Baugrund, Fundament, Schmutzwasserleitungen usw. eine wahnsinnige Hilfe. Ohne würden wir jetzt gar nicht mehr starten. Komisch, dass Tiefbauer und Maurer damit so selten auftreten – zumindest auf „unserer“ Baustelle.
Vorbereitung. Einer misst, einer protokolliert. Im Vordergrund der Rotationslaser.
Da unser Rotationslaser (Umarex Revolution 310 S) ein Gebrauchtmodell ist, haben wir die Messgenauigkeit mit Hilfe einer Schlauchwasserwaage kontrolliert. Wir konnten über eine Distanz von ca. 10 m keinen Messfehler feststellen. Das vom Laser abgegebene Licht ist unter freiem Himmel nur dicht am Gerät selbst zu sehen. Mit Hilfe eines separaten Empfängers läßt sich die vom Rotationslaser erzeugte Ebene aber bequem lokalisieren. Laut Anleitung sogar über eine Distanz von bis zu 300 m. Die äußeren Schalungen sind teilweise etwas zu niedrig. Läßt sich aber relativ leicht korrigieren. Problematischer sind die verlorenen Schalungen, an diese kommt man nicht mehr so einfach dran.
Oberkanten der Schalung (äußere und verlorene). Referenzpunkt ist die Ebene der Fundamentgräben (-3,48 m)
Die Bewehrungen …
Stand der Bewehrung. Referenzpunkt ist die Ebene der Fundamentgräben (-3,48 m)
Etwas Überraschung bei den Oberkanten der Bewehrung. Der Korb im Süden (im Bild oben links) sitzt etwas zu tief (da haben wir es wohl zu gut gemeint). Die Oberkante des Korbs im Norden ist dafür deutlich zu hoch (3 cm).
Bedienungsanleitung Revolution_310_S

Erdrutsch !

Die Mauer haben sich die Woche rar gemacht. Die Temperaturen sind momentan auch extrem und nicht optimal zum Gießen der Bodenplatte. Unser Steilhang an der Südseite hat bisher tapfer gehalten, auch Dank der Hecke. Heute Nacht war dann Schluss, eventuell auch aufgrund der Regenfälle von gestern.

Der Korb ist schonmal voll … Erde !

Wir verschieben zwei der Ringe und entnehmen Stangen um an die Erde zu kommen. Nach einigen Schubkarren Erde können wir den Korb entnehmen.

Die Bauherrin stellt das Niveau her.

Wir beschließen die fehlenden Ringe im Korb zu ergänzen und den Graben um 2 cm niedriger herzustellen. Damit können wir die Abstandshalter von 5 cm verwenden. Mit etwas Quälerei bekommen wir den Korb auch wieder in den Fundamentgraben. Damit der nächste Erdrutsch nicht wieder so gravierende Auswirkungen hat decken wir alles mit Bohlen ab.

Bewehrung – aktueller Stand

Seit letzter Woche wartet die Bewehrung auf ihre Fertigstellung. Es fehlen noch die Bewehrungen für die Stützen und die herausragenden Mauerteile.

Übersicht Bewehrung Bodenplatte

Betondeckung

Der Statiker hat für alle Bereiche (oben,unten,innen und außen) 3,5 cm Betondeckung (cnom bzw. cv) vorgesehen :

Naheliegend wäre es, wenn als Abstandshalter entsprechend Elemente mit der Höhe von 3,5 cm verwendet werden. Es finden sich :

  • 5 cm in den Fundamentgräben,
  • 2 cm im linken Bereich unter den Matten,
  • 3,5 cm im rechten Bereich unter den Matten

Betondeckung

Die Betondeckung ist nicht überall korrekt.

Stange vor einer äußeren Verschalung

Abstandshalter 5 cm, in den Fundamentgräben

OSB als verlorene Schalung, 34 cm hoch. Dadurch wird die Betonplatte von der OSB-Platte verjüngt. Die Stahlmatte liegt auf. Besser wären 28 cm gewesen.

Armierung, direkt am Fundament des Altbaus

Bewehrungskorb aus schräg stehenden Elementen. Dadurch ca. 1,5 cm flacher …

… und eine recht große Lücke zum nächsten Korb …

… und gekürzte Stangen.

 

Waagerecht. Links ca. 1 cm Luft, die Verschalung links haben wir eingemessen auf die Sollhöhe der Bodenplatte.

1 cm Abstand, sollten eigentlich 3,5 cm sein.

Sollte idealerweise in der Waage sein …

… leider nicht.

Stangenstahl zur Verbindung des mittleren Korbs mit den Matten. Der Statiker wollte diese in der oberen Ebene haben.

3 Matten übereinander in der unteren Schicht, unten liegen die Matten auf.

Fundament für „The Wall“

Das Fundament für die im Süden herausragende Mauer (ca. 1,6 x 5,0 m, KW-Stein) ist ein Stahlbetonklotz mit den Abmaßen 2,15*1,0*0,5 m. Damit alles in Position bleibt ist ein Bewehrungskorb vorgesehen :

Bewehrungsplan

Die Stahlbewehrung hat außer der geringen Überlappung mit den Stahlmatten (rechts, die blaue Linie markiert die Begrenzung der Matte) sowie zweier Stangen (oben) auf Stahlebene keine Verbindung zum Rest des Fundaments. Sollte das Fundament sich aufgrund des Gewichts der auf ihm lastenden Mauer sich noch setzen könnte es zu einem Riss im Bereich der blauen Linie kommen. Dies klären wir noch mit der Statikerin. Das gleiche Problem zeigt sich prinzipiell auch beim Gegenstück zu dieser Mauer im Norden.

Korb SSW

Der Statiker hat hier 15 „Ringe“ (Nummer 3 oben im Plan) mit den Abmessungen 43 x 93 cm vorgesehen. Im Korb sind 13 verbaut. Hat da jemand nochmal nachgerechnet und optimiert ?

Übergebliebene Ringe …

Schmutzwasser

Fallrohr für das Abwasser aus der Küche.

Anschluß für die Dusche im Souterrain.

Bewehrung und Sauberkeitsschicht

Die Maurer haben begonnen die Fundamentgräben mit den Bewehrungskörben zu versehen. Etwas Diskussion gab es bezüglich der Sauberkeitsschicht. Diese war vom Maurer zumindest für die Fundamentgräben nicht vorgesehen, der Artikel bei wikipedia erklärt ganz gut warum diese sinnvoll sein kann. Nächste Woche soll der Beton kommen, wir prüfen vorher nochmal die Mindestbetondeckung. Jetzt gibt es eine Folie als Sauberkeitsschicht in den Fundamentgräben. Diese verhindert zumindest dass der Boden unter den Fundamentkörben austrocknet und die Abstandshalter noch schneller im Sandboden versinken. Drei Kreuze wenn die Bodenplatte erfolgreich gegossen ist …

Das von uns temporär in der Erde verlegte Abwasserrohr wurde von den Maurern auch gefunden. Das Rohr schneidet schräg den langen Fundamentgraben. Der Tiefbauer hat also in diesem Bereich nicht ausgekoffert und nachverdichtet.

Fundamentgräben und Schalung – Teil IV

Wir erstellen den mittleren Fundamentgraben. Um Fehler zu vermeiden messen wir den rechten Rand des Grabens von rechts und den linken Rand von links aus. Irgendwo steckt ein Fehler von 2 Zentimetern. Das Fundament ist aber breit genug ausgelegt um das zu tolerieren. Der mittlere Fundamentgraben soll 50 cm breit sein, das Maß halten wir ein. Die Arbeit geht erfreulich schnell.

Die Fäden markieren den seitlichen Rand des Grabens sowie das Niveau des Baugrunds.

Der Graben steht, die Fäden können wieder weg.

Der Graben ist überall 30 cm tief, manchmal 1-2 cm tiefer.

Der mittlere Graben, weitgehend stabil auch ohne die Verschalung. Nur am Altbau wird es instabil da die Maurer dort das alte Fundament unterfangen haben.

Um das Austrocknen des Baugrunds zu verhindern decken wir den vorbereiteten Teil mit Folie ab.