Elementdecken – Kontrolle !

Die Fertigungsdokumente für die Elementdecken sind umfangreich. Da erscheint es fast natürlich daß die fertigen Decken an manchen Stellen von den Vorgaben abweichen. Bei der ersten Durchsicht hatten wir schon ein paar Abweichungen entdeckt :

  • fehlende Aussparung auf dem ersten Deckenelement
  • Bewehrung im Bereich für den Isokorb
  • 4 Dosen vom falschen Typ (1291-23 anstelle von 1282-72)

Unser Hersteller bestätigte bereits die Abweichungen und wir müssen die dadurch entstehenden Zusatzkosten beziffern.

Die letzten Tage haben wir nochmal sorgfältig die Positionen der Einbaugehäuse kontrolliert. Diese weichen z.T. erheblich von den vorgegebenen Positionen ab.

Unterseite des Einbaugehäuses, Klebemasse und Zielkreuz

Der Hersteller verwendet vermutlich einen Automaten zur Kennzeichnung der Einbaupositionen auf dem Fertigungstisch. Dafür wird ein Zielkreuz aus Schleim auf den Tisch gespuckt. Das Gehäuse wird danach mit der Klebemasse versehen und auf der entsprechenden Stelle auf den Tisch aufgebracht. Die meisten Zielkreuze sind auch jetzt noch gut erkennbar, ein großer Vorteil für uns. Wir packen mal wieder den Rotationslaser aus um die Positionierungskreuze zu rekonstruieren, die den Transport nicht oder nicht so gut überstanden haben.

Es zeigt sich dass die Positionierungskreuze ziemlich exakt mit den Vorgaben aus den Plänen übereinstimmen und alle auch auf einer Linie liegen. Da die Positionierungskreuze nicht verwischt sind scheint der Kleber auf dem Tisch gut zu haften. Auf den Einbaugehäusen haftet der Kleber auch sehr gut, jedenfalls lassen sich die Kleberreste nur mit einem Spatel wieder entfernen.

Oben auf dem Bild gut zu erkennen, das Gehäuse verfehlt des Zielkreuz deutlich. Bei anderen Projekten wird eine Abweichung von 4 cm noch als innerhalb der Toleranzen angesehen. Der Hersteller der Einbaugehäuse schreibt einen Randabstand von 2 cm vor (Abwärme, Stabilität ?). Damit ergibt sich für Einbaugehäuse vom Typ HaloX 180 ein maximaler Einbaudurchmesser von 60 mm für Leuchten, Lautsprecher usw.

Die Problematik wird durch die fälschlich verbauten Gehäuse vom Typ HaloX-P noch etwas verschärft, da diese einen maximalen Einbaudurchmesser von 140 mm ohne Toleranzausgleich aufweisen. Die neue Serie bietet einen maximalen Einbaudurchmesser von 180 mm (siehe KAISER_HaloX_Vergleichsliste_2017_DE_web).

Leider haben wir 6 Einbaugehäuse, deren Position mehr als 4 cm von der vorgesehenen Einbauposition abweichen. Bei einer Dose sind es sogar knapp 9 cm !

Gehäuse mit maximaler Abweichung

Das sich aus den realisierten Gehäusen gebildete „Muster“ erlaubt keinen Einbau aller Leuchten in einem parallel zu den Wänden verlaufenden Gitter. Noch etwas was wir mit dem Hersteller klären müssen. Nacharbeiten geht schlecht …

Update : In der Zwischenzeit haben wir uns mit unserem Hersteller geeinigt, wir zahlen nur einen Teil der veranschlagten Summe. Unser Hersteller definiert eine Abweichung von bis zu 5 cm als innerhalb der Toleranzen !

Joche … ?

Die Elementdecken brauchen Unterstützung, erst die fertige Decke (20 cm) trägt über die gewünschten Spannweiten (laut Hersteller sind die Elementdecken über eine Strecke von 2 m selbsttragend). Dafür dienen Tragbalken, auf ein paar senkrecht aufgestellten Steifen. Die Gesamtkonstruktion bildet ein sogenanntes Joch. Wir haben in den letzten Tagen 5 Joche aufgestellt. Nachdem wir beim Statiker nachgebohrt hatten hat er uns noch einen Jochplan erstellt. Bei der Frage nach einer Überhöhung musste er passen, in den Originalplänen war dazu nichts vermerkt. Im Zweifelsfall überhöhen wir bis zu 5 mm.

Helmpflicht bei den Arbeiten am Joch
Auch ein Fahrradhelm ist ein Helm …
Ein kurzes Joch und ein bisschen Feinarbeit fehlt noch.

In den letzten Tagen müssen wir noch ein paar Gerüstteile aufstellen und die Joche mit dem Rotationslaser auf die korrekte Höhe einjustieren. Aber das Wetter soll die nächsten Tage zum Glück besser werden …

Torwand entsteht …

Die Witterung macht sich in den letzten Tagen doch bemerkbar, es ist tendentiell zu kalt zum Gießen von Beton (0-2 °C). Heute ist es dann warm genug und das Wetter spielt mit. Wir haben in den letzten Tagen die Schalungen vorbereitet und die Bewehrung vervollständigt.

Unser Meister-Betonmischer hat heute leider keine Zeit, der Bauherr muss selbst anrühren (Oha). Fix nochmal das Rezept herausgeholt :

  • 4,5 – 5 l Wasser mit der entsprechenden Menge an Mischöl in die drehende Trommel
  • 3 Schaufeln Kies hinzu

Das ganze ein bisschen laufen lassen, Reste der vorhergehenden Mischung kann sich von der Wandung der Mischmaschine lösen.

  • 3 Schaufeln Zement
  • 400 ml Zusatz zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Betons gegenüber Wasser (haben wir im unteren Bereich der Betonstützen so vorgesehen)

Etwas mischen lassen.

  • 6 Schaufeln Kies ergänzen.

Ein paar Minuten mischen lassen bis sich die richtige Konsistenz einstellt. Zur Prüfung vorsichtig in die Trommel greifen, eine handvoll Beton herausnehmen und in der Hand zusammendrücken. Nicht krümelig soll er sein aber auch nicht zwischen den Fingern hindurchlaufen. Nach dem Zusammendrücken soll er die Form halten. Daher eher etwas zu trocken anmischen und später etwas Wasser ergänzen.

Bei niedrigeren Temperaturen tendentiell eher etwas mehr Zement nehmen. Bzgl. des Mischungsverhältnisses Zement zu Kies gehen die Meinungen auseinander. Die Universalmischung ist 1:4, unser Rezept folgt der Regel für robusten Beton (was auch immer das dann sein soll).

Es gehen noch mehr Faktoren ein, Zusammensetzung des Kieses, Feuchtigkeitsanteil im Kies (hat es vorher geregnet ?), Mischöl oder nicht, Zusätze (Verzögerer, Beschleuniger) …

Für unsere Torwand haben wir daher mal nachgerechnet. Wir sollen laut Statik C25/30 verwenden. D.h. der vollständig ausgehärtete Beton hält einen Druck von 25 N/mm aus. Die Grundfläche der Torwand ist 420 * 1300 mm, die Kraft darf also 13,650,000 N nicht übersteigen, das entpricht 1200 t bei üblicher Erdanziehungskraft. So schwer wird die Wand nicht und falls doch wird sie vermutlich Richtung Erdmittelpunkt verschwinden …

Also nicht panisch werden, auch wenn der Beton mal nicht ganz nach Rezept geworden ist.

Antike Mischmaschine und ein überschaubarer Rest an Kies (geschützt vor Verschmutzung eingerollt in der blauen Folie)

Die Schalbretter haben wir dieses mal mit einer etwas dickeren Folie bespannt, in der Hoffnung, dass die Schalbretter so besser geschützt sind.

Eingeschalt und fertig vergossen.

Um den Beton etwas vor Frost zu schützen haben wir eine Tüte mit Verpackungsmaterial gefüllt und auf die Mauerkrone gelegt. Das Thermometer darunter zeigte auch nach 48 Stunden noch ordentliche Plustemperaturen (bis 22 °C !). Es entsteht doch mehr Hydratationswärme als wir erwartet hatten.

Das Wassser verdampft recht schnell wieder auf der Mauer …
Die dickere Folie macht etwas stärkere Falten in den Beton.

In den letzten Tagen haben wir die Mauer ausgeschalt und mit Isolierplatten weiter vor Kälte geschützt.

Krantermin

Unser Wunschtermin für die Elementdecken, der 14.12. um 9:30 wurde bestätigt, jetzt wird es ernst … 🙂

Beleuchtung Souterrain II

Ernüchterung nach der ersten Runde der Überplanung der Statik auf Elementdecken. Die Halox-Dosen mit Trafotunnel können nicht so ausgerichtet werden wie wir das geplant hatten. Zudem werden die Dosen im Werk in der Regel sowieso nicht entsprechend der Vorgaben ausgerichtet bzw. verdrehen sich wieder während des Verdichtens des Betons (haben die den Werbefim der Firma Kaiser nicht gesehen … ?). Also wir haben hier eine Dose vor Ort und die verdreht sich nur unter Krafteinsatz …

Fassen wir das mal zusammen : Die Dose kostet ab Werk 45 €, im Internet ca. 20 €. Kein Mengenrabatt ab Werk. Positionierung nur übern Daumen, Ausrichtung nicht möglich. Puh.

Also planen wir etwas um, nutzen die Bewehrung als Zwangsausrichtungshilfe für die Dosen mit Trafokanal …

Die kleinen Zipfelmützen zeigen unseren Wunsch bzgl. der Ausrichtung der runden Dosen an. Mal sehen ob da nicht doch was geht …

Installationsdosen in der Elementdecke

Um für den Tag X bereit zu sein haben wir uns eine Installationsdose vom Kaiser besorgt, hier das Modell HaloX 180 mit Trafotunnel. Die Dose hat eher die Größe einer Bratpfanne als die einer gewöhnlichen Unterputzdose. Wir sind erstaunt. Zum Vergleich ein Puschen vom Bauherr mit auf das Bild gezaubert und der lebt auf großem Fuße … 🙂

Um das HDMI-Kabel durch das Verlegerohr zu bekommen mussten wir den Stecker an der Seite etwas bearbeiten. Der Stecker soll dann später an eine entsprechende HDMI-Dose. 20 m Kabel und 6 Steckverbindungen, vielleicht sollten wir vorher einen Test machen ob die Signalqualität nicht zu schlecht wird.

Isokörbe eingetroffen …

Die Lieferung Isokörbe hat unsere Baustelle erreicht …

Für den SXT (der längliche Korb) ist ein entsprechender Bereich in der Elementdecke ausgespart (43,3 * 64,0 cm) :

Etwas unschön, zumal das der Statik (gefühlt) eher ab- als zuträglich ist. Der Korb hat eine vertikale Ausdehung von 11,5 – 12,0 cm, wenn wir also von der Elementdecke etwas Material abtragen (die Flex geht ja wieder) kommt der Korb auch so an die gewünschte Position.

Strom und Licht Garage

Für das Fundament musste auch das Erdkabel zur Garage weichen, dies haben wir bei den Erdarbeiten einfach durchgeschnitten. Nun zur dunklen Jahreszeit erweist sich elektrisches Licht durchaus als nützlich und wir wollen die Verbindung zum Erdkabel wieder herstellen.

Ein Blick in die Aufputzdose, in der das Erdkabel in der Garage ankommt (unten links im Bild), zeigt, dass noch ein weiteres Erdkabel die Garage wieder verläßt unten rechts im Bild). Wo das hingeht haben wir bisher nicht herausgefunden. Bei diesem sind nur Erde und Nullleiter aufgelegt. Scheint also erstmal keine Bedeutung zu haben.

Aus den Messungen in der Garage ergibt sich folgende Belegung des Erdkabels (7 Adern, die schwarzen sind mit kleinen Nummern beschriftet) :

grün-gelb      Erde
1                         Phase
2                        Impuls für Relais
3                        Nullleiter
4                        Außenbeleuchtung
5                        nicht verbunden
6                        nicht verbunden

Der Elektriker, der die Garage vor etlichen Jahren verkabelt hat, hat auch auf ein System zurückgegriffen. Dies offenbarte sich, als wir eine der Aufputzdosen geöffnet hatten. Verstanden haben wir die Notizen nicht so recht …

Vermutlich die Beschreibung zu diesem Relais. Unten rechts ist eine nicht belegte Klemme mit der Beschriftung „R“ :

Eigentlich wollten wir die Garage an die gleiche Sicherungsgruppe legen, die auch die Außensteckdosen bedient und durch einen FI abgesichert ist. Momentan ist aber einer der Impulsgeber (Taster) in der Küche untergebracht und dort mit dem Stromkreis für den Keller verbunden. Dadurch ist der Stromkreis eigentlich festgelegt. Sobald der Anbau steht klemmen wir das entsprechend um.

Beleuchtung Souterrain

Die Planung der Beleuchtung für die beiden Räume im Souterrain muss für die Fertigung der Elementdecken vorliegen. Zusätzlich wollen wir noch Bewegungs- und Rauchmelder vorsehen. Auch ein Platz für einen Beamer an der Decke soll da sein, eventuell möchte jemand doch mal einen Beamer an die Decke schrauben. Der Hersteller der Elementdecken verbaut Elemente vom Typ Kaiser HaloX, wir wählen HaloX-180 sowie HaloX-180 mit Trafotunnel, insgesamt 25 Elemente (s.u.).

Beleuchtung_Souterrain (pdf)